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Fernwartung und Condition Monitoring: Teilen und Anwenden sensibler (Maschinen-)Daten – durch Künstliche Intelligenz, Enterprise-Metaversum und Dashboard in Funktion gebracht

Die Herausforderung

Kleine und mittlere Unternehmen sind bereits heute in Produktionsnetzwerke mit mehreren Unternehmen, zum Teil aus unterschiedlichen Branchen und Standorten, eingebunden. Eine umfassende Lösung für Fernwartung und Condition Monitoring im Sondermaschinenbau erfordert einen reibungslosen und vor allem sicheren Austausch von Maschinen-, Umgebungs- und Energiedaten. Ohne die Bereitschaft zu vertrauensvoller Kooperation und einen sicheren Datenraum können Leistungen wie vorausschauende/rechtzeitige Wartung, schnelle Reparatur oder energieeffiziente Produktionsplanung nicht optimal erbracht werden.

Das Ziel

Ziel des Projektes „Fernwartung und Condition Monitoring in der Produktion“ ist die Entwicklung eines sicheren, überbetrieblichen Vertrauens-Wertschöpfungsnetzwerkes zum kollaborativen Teilen und Nutzen von sensiblen Maschinendaten sowie Energieverbrauchs-  und Umgebungsdaten, wie zum Beispiel Raumtemperatur oder Luftfeuchtigkeit, mit mehreren Akteuren, zum Beispiel Maschinenhersteller, Maschinenbetreiber und Komponentenlieferanten. Gemeinsam sollen diese Daten für Prozessoptimierungen, mehr Ressourceneffizienz und die Entwicklung verbesserter Serviceangebote genutzt werden. Am Pilotprojekt beteiligen sich neben dem Sondermaschinenbauer Wichelhaus & Co. in Solingen unter anderem der Data-Engineering und Data-Science-Spezialist ADEAL, der Schaltanlagenhersteller Schürmann & Weber, die Huehoco Group, ein international aktiver Metallverarbeiter, sowie der Mikrocomputer-Hersteller Wiesemann & Theis. Am Projekt-Kick-off im März nahmen auch interessierte Gäste aus mittelständischen Unternehmen, Vertreter:innen von drei Unternehmensnetzwerken mit insgesamt mehr als 200 Mitgliedsfirmen, KI-Expert:innen und Mitarbeiter der Effizienz-Agentur NRW teil.

Der Lösungsansatz

  • Aufbau einer Kompetenzentwicklungs-Allianz auf Basis von Vertrauen und gemeinsamem Verständnis der jeweiligen Technologieschwerpunkte,
  • Entwicklung eines gemeinsamen Nachhaltigkeitsverständnisses,
  • Nutzung Künstlicher Intelligenz zur Auswertung großer Datenmengen,
  • Erprobung und Nutzung eines Enterprise-Metaversums als virtuelle Kollaborations- und Selbstqualifizierungsumgebung.

Darüber hinaus wird im Projekt erstmals ein innovatives „Mediation Capability Based Scoring Tool" zum Einsatz kommen, das den Grad der Konsensualfähigkeit eines Unternehmens bewertet und das Ergebnis in Form eines Textes ausgibt. Das Tool erlaubt es auch, die Konsensualfähigkeit zweier Betriebe miteinander zu vergleichen und so mögliche Konfliktpotenziale frühzeitig aufzuspüren. Hierzu werden zwei individuelle Scores errechnet und über eine erweiterte Berechnung verglichen.

„So, wie wir in der Vergangenheit gearbeitet haben, werden wir in der Zukunft nicht arbeiten. Die Geschwindigkeit, die wir heute an den Tag legen müssen, ist größer, die Aufgaben sind umfangreicher, und wir brauchen Netzwerke, die wir eben nicht alle Inhouse bilden können und die wir auch nicht im engeren Umfeld finden. Meine Vision geht dahin, dass ich sage, wir brauchen einen „Treffpunkt“ wie ein Metaversum, denn das wird nur digital gehen, wo wir Kompetenzen und Aufgaben bündeln können – und das vor allem sicher, soweit es Informationsfluss und Daten betrifft.", sagt Jörg Demtröder, Inhaber und Geschäftsführer, Wichelhaus GmbH & Co. KG, Solingen

Zeitplan

Laufzeit des Digitalisierungsprojekts: Q1/2023 - Q4/2023

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