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Vorteile auf ganzer L(e)in(i)e: Service mit eindeutiger Kennzeichnung – die Voraussetzung für systemische Zusammenarbeit durch Interoperabilität bei Bestellungen, Lieferavise und Rechnungen

Herausforderung: Pioniere für Wertschöpfungsnetzwerke

Schon 2007 schlossen sich die vier Textildienstleistungsunternehmen zusammen, die heute noch immer im Verbund dmw – die mietwäsche ihre Expertise, Ressourcen und Synergien bündeln, um Kund:innen deutschlandweit zu versorgen – quasi Vorreiter im Sinne des Wertschöpfungsnetzwerkgedankens. Die Kunden sind Krankenhäuser, Baustellen, Altenheime und viele mehr, überall, wo Arbeitskleidung gebraucht wird. Die mietwäsche verleiht die Wäsche, holt sie zum Reinigen wieder ab und repariert sie auch. Mit dem wachsenden Erfolg und einer immer größeren Reichweite wuchs auch die Herausforderung der Nachverfolgung der einzelnen Wäschestücke.

Zielsetzung: Eindeutige Verfolgbarkeit Basis für wertschöpfende Kollaboration

Denn jedes der vier Unternehmen hat sein eigenes Warenwirtschaftssystem, womit die unternehmensinternen Abläufe abgebildet werden. So muss eine Lösung gefunden, damit zum Beispiel eine Hose, die im Verbund gekauft wird, bei jedem der vier Unternehmen eindeutig erkannt wird. So soll der Prozess von der Beschaffung über den Verleih bis zur Wäsche und dem nächsten Verleih oder auch der Reparatur verbundweit und systemübergreifend verarbeitet werden können. Die einzelnen IT-Systeme müssen miteinander „sprechen“ können, damit der gemeinsame Auftritt nach außen zu Kund:innen reibungslos stattfinden kann. Wird die Hose also bei Verbundunternehmen A gekauft und bei Verbundpartner C verliehen, ist eine auch eine Bestandsführung außerhalb des eigenen Unternehmens im Verbund möglich.

Lösung: Vorteile auf ganzer „L(e)in(i)e“

Um alle Herausforderung an die Kennzeichnung und Identifizierung der Mietwäsche zu lösen, soll eine serialisierte GTIN (SGTIN) eingeführt werden, wie es bereits vom Deutschen Textilreinigungsverband (DTV) für die Branche empfohlen wird. So ist eine eindeutige Kennzeichnung gewährleistet. So kann die Hose über alle Systeme im Verbund nachverfolgt und im Prozess verarbeitet werden. Zu jedem wertschöpfenden Prozessschritt wird ein standardisiertes Ereignis erzeugt, so dass sich Schritt für Schritt eine lebenslange Historie für jedes Wäschestück aufbaut.

Die Vorteile dieser Lösung, aber auch der Zusammenarbeit von die mietwäsche in einem Wertschöpfungsnetzwerk, liegen auf der Hand:

  • Die vier Partner können beim Einkauf größere Mengen mit Rabatt erwerben
  • Sie schaffen durch mehr Services Mehrwerte, insbesondere durch die Synergien der einzelnen Expertisen im Verbund
  • Sie erreichen durch die deutschlandweite Abdeckung mehr Kund:innen und können zusammen auch größere Aufträge stemmen
  • Sie können zusammen, zum Beispiel in größere Waschanlagen, mit höherer Sicherheit investieren
  • Sie haben genug Kapazitäten sich zukunftsfähig auszurichten, eventuell mit neuen Dienstleistungen

Zeitplan

Laufzeit des Digitalisierungsprojekts: Q3/023 - Q4/2023

Interessiert? Erweitern Sie Ihr Wissen durch das Interview zu diesem Digitalisierungsprojekt – erschienen im Fachtitel rw-textilservice.de

Im Interview veranschaulicht sich wie beispielsweise die GTIN (Global Trade Identification Number) als ein Basisbaustein fungiert, um standardisierte, elektronische Nachrichten auszutauschen: Seien es Ereignisdaten aus dem Prozess oder Geschäftsfall, Nachrichten wie Bestellungen, Lieferavise oder auch Rechnungen. Diese Interoperabilität eröffnet weiteres Potenzial bei späteren Digitalisierungsprojekten und vereinfacht die Dienstleister- oder Systemauswahl.

 

Interview im Magazin R+W Textilservice zu diesem Digitalisierungsprojekt 


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