Logo Mittelstand Digital Zentrum WertNetzWerke

Digitalisierungsprojekt Neo – Entwicklung eines kooperativen digitalen Geschäftsmodells entlang des Wertstroms der Textil- und Lederwarenindustrie

Herausforderung: Datenbasierte Geschäftsmodelle in der Praxis

Das Entwickeln und Erproben neuer Geschäftsmodelle stellt für jedes Unternehmen eine Herausforderung dar – insbesondere, wenn mehrere Unternehmen an diesem beteiligt sind. Soll dieses Geschäftsmodell datenbasiert sein, so werden zusätzlich zu den organisatorischen Anforderungen auch technische Anforderungen gestellt: Konkret werden Schnittstellenprobleme oft zu Hürden. Probleme mit und an den Schnittstellen beziehen sich unter anderem auf das Verarbeiten, Bereitstellen und den Bezug der Daten, die einen wesentlichen Bestandteil des Geschäftsmodells darstellen: Praktisch kommen hier häufig Digitalisierungsprobleme hinzu.

Nicht nur die Erarbeitung eines datenbasierten Geschäftsmodells stellt aufgrund der umfangreichen Anforderungen eine besondere Herausforderung für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) dar, sondern auch die Kommunikation der Anforderungen an den IT-Dienstleister. So kommt es oftmals vor, dass letztere die Wünsche der Kunden nicht richtig durchdringen (Kommunikationsproblem).

Kooperative Geschäftsmodelle stellen eine Möglichkeit dar, diese Herausforderungen durch Zusammenschluss von Unternehmen derselben oder unterschiedlichen Branchen gemeinschaftlich zu lösen und Vorteile für alle beteiligten Unternehmen zu schaffen.

Zielsetzung: Entwicklung eines überbetrieblichen, datenbasierten und kooperativen Geschäftsmodells

Durch das Digitalisierungsprojekt Neo sind beteiligte Unternehmen imstande, in Workshops gemeinsam ein datenbasiertes Geschäftsmodell zu entwickeln. Die Ergebnisse werden dokumentiert und aufbereitet. Den teilnehmenden KMU soll am Ende des Projektes ein klares Zielbild in Form eines ausformulierten, dokumentierten, unternehmensübergreifenden, digitalen Geschäftsmodells vorliegen. Probleme in der Kommunikation der Anforderungen, insbesondere zwischen IT-Dienstleister und Auftraggeber, gilt es zu minimieren. Dazu wird ein Kommunikationsmittel für IT-Dienstleister erarbeitet, um zu zeigen, wie der Datenaustausch, respektive der Datenraum, praktisch wie technisch umgesetzt werden kann.

Stakeholder: Unternehmen aus der Textil- und Lederwarenindustrie

Die Unternehmen erarbeiten ein überbetriebliches, auf Daten basiertes Geschäftsmodell, auch bezeichnet als: datenbasiertes WertNetzWerk-Geschäftsmodell, mit Fokus auf Kooperation und Datenökonomie; damit gemeint ist ein wertschaffender Datenraum und der dazugehörige Datenstrom.

Dieses Geschäftsmodell zielt auf eine für alle Unternehmen wertschaffenden, gemeinsamen Datenraum ab. In vorbereitenden Gesprächen zum Projekt mit teilnehmenden Unternehmen haben sich folgende Datenströme herauskristallisiert:

Materialien: Unternehmensübergreifender Roh- und Reststoffdatenraum bzw. Materialdatenbank (Daten-In- und -Output: Live-Angebot und Nachfrage zu Roh- und Reststoffen)

Kompetenzen: Intelligenter Angebots- und Nachfrage-Datenraum, in welchem die teilnehmenden Unternehmen ihr Kompetenz- und Produktangebot als Lieferant listen bzw. als Kunde einsehen können (Daten-In- und -Output: intelligentes Matching von Angebot und Nachfrage).

Das Team des Mittelstand-Digital Zentrums WertNetzWerke versteht sich als Lösungsentwickler, Inputgeber, Unterstützer, Methodengeber und Moderator. Es entwickelt das Geschäftsmodell nicht selbst. Die Expert:innen des Mittelstand-Digital Zentrums WertNetzWerke begleiten die am Projekt beteiligten Unternehmen bei der Entwicklung dieses Geschäftsmodells, kanalisieren die von den Unternehmen kommunizierten Geschäftsmodell-Ansätze und leiten die Unternehmen in Workshops methodisch an, sodass diese selbst das digitale Geschäftsmodell entwerfen. 

Lösungsansatz: Workshops für ein strategisches Zielbild und die Geschäftsmodellentwicklung

Um für ein Vorhaben im Wertschöpfungsnetzwerk effektive und effiziente Informationstechnologie zu identifizieren und einzuführen, ist es entscheidend, dass KMU im Wertschöpfungsnetzwerk befähigt werden, ein zugehöriges Geschäftsmodell zu entwickeln sowie darauf aufbauend IT-Anforderungen zu formulieren.

Mittels dieses Digitalisierungsprojekts wird ein Vorgehen entwickelt und erprobt werden, mit welchem KMU zur eigenen Entwicklung sowie Modifikation befähigt werden. Basierend auf einer vierteiligen Workshopreihe wird dieses Projekt den Weg ebnen, dass das strategische Zielbild, die IT-Anforderungen der mittelständischen Unternehmen, als auch das WertNetzWerk-Geschäftsmodell entwickelt und ausformuliert werden; um sich dann in der Folge des Pilotprojektes, angepasst an die unternehmerischen Bedürfnisse, in der Praxis zu beweisen.

Zeitplan

Laufzeit des Digitalisierungsprojekts: Q1/2024 - Q3/2024

Newsletter-Icon Kontakt-Icon Lupen-Symbol