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Simulationsszenario: Überbetriebliches Prozessmanagement als Erfolgsfaktor für Wertschöpfungsnetzwerke

Simulationsszenario

Erfahren Sie wie kleine und mittlere Unternehmen durch Kooperation in Wertschöpfungsnetzwerken ihre Innovationskraft und ökonomische Effizienz steigern können. Das überbetriebliche Prozessmanagement bietet hierfür Lösungen zur Optimierung der Zusammenarbeit. Entdecken Sie zentrale Erfolgsfaktoren und ein praxisnahes Simulationsszenario.

Wertschöpfungsnetzwerke: Vorteile und Herausforderungen

Um dauerhaft wettbewerbsfähig zu bleiben, ist es für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) entscheidend innerhalb von Wertschöpfungsnetzwerken (WN) zu kooperieren.

Wertschöpfungsnetzwerke werden dabei als Zusammenschlüsse von unabhängigen Organisationen verstanden, die auf Selbstorganisation, Kooperation und Vertrauen basieren. Beispiele dafür sind unter anderem Zuliefernetzwerke in der Automobilindustrie oder Verbünde lokaler Handwerksbetriebe, die sich auf die Herstellung nachhaltiger Produkte spezialisieren. Die Teilnahme an solchen Netzwerken bietet KMU Vorteile wie gesteigerte Innovationskraft, verbesserte ökonomische Effizienz und die Möglichkeit, Wettbewerbsvorteile zu entwickeln.

Trotz dieser Vorteile stehen mittelständische Unternehmen innerhalb von Wertschöpfungsnetzwerken auch vor erheblichen Herausforderungen. Dazu zählen Kommunikationsschwierigkeiten, ein mangelndes Verständnis für das Netzwerk sowie Unterschiede in den Erwartungen oder IT-Technologien der beteiligten Unternehmen. Diese Herausforderungen können die Zusammenarbeit erschweren und die Effektivität des Netzwerks beeinträchtigen.

Überbetriebliches Prozessmanagement: Überwindung von Herausforderungen im Wertschöpfungsnetzwerk

Eine Lösung zum Überwinden dieser Schwierigkeiten bietet das überbetriebliche Prozessmanagement. Durch die Standardisierung und Digitalisierung von Prozessen sowie die Effizienzsteigerung an Schnittstellen zwischen den Unternehmen kann das überbetriebliche Prozessmanagement dazu beitragen, einige dieser Herausforderungen zu überwinden.

Dies kann nicht nur zu einer verbesserten Zusammenarbeit im Wertschöpfungsnetzwerk beitragen, sondern auch zu einer längeren Beständigkeit des Netzwerks.

Überbetriebliches Prozessmanagement wird definiert als „die inhaltlich, zeitlich und sinnlogisch verbundenen, von mehreren rechtlich selbständigen Unternehmen ausgeführten Aufgaben zur Bearbeitung eines überbetrieblich relevanten Geschäftsobjekts“. (Alt, 2008, S. 8)

Sechs zentrale Erfolgsfaktoren für überbetriebliches Prozessmanagement

Im Rahmen einer umfassenden Studie konnten wir sechs zentrale Erfolgsfaktoren für die Gestaltung überbetrieblichen Prozessmanagements identifizieren:

  • IT-Infrastruktur: Beschleunigung und Optimierung der Prozessabläufe an den Unternehmensschnittstellen durch geteilte IT-Systeme
  • Modellierung: visuelle Erfassung bzw. Darstellung der Prozessabläufe und darauf aufbauende Simulation und Analyse verschiedener Prozessszenarien
  • Wertschöpfungsnetzwerkmanagement: wertschöpfungsnetzwerkspezifische Managementtätigkeiten, darunter die Entwicklung einer gemeinsamen Netzwerkstrategie inklusive Nutzenversprechen und entsprechend daran ausgerichtete Prozesse
  • Monitoring: Key-Performance-Indicator (KPI)-basierte Entscheidungen im Prozessablauf, sowie Monitoring zur Auswertung der im Rahmen des überbetrieblichen Prozessmanagements eingeführten Maßnahmen
  • Privatsphäre und Datenaustausch: Sicherstellung der Privatsphäre für interne Betriebsgeheimnisse und -abläufe einhergehend mit der Erschaffung eines Vertrauensverhältnisses sowie operativen Maßnahmen zur Datensicherheit
  • Regulation und Standards: Orientierung der Prozessgestaltung an Standards und bestehenden Regularien

Simulationsszenario zur Integration von Erfolgsfaktoren in Wertschöpfungsnetzwerken

Ein in diesem Zusammenhang entwickeltes Simulationsszenario veranschaulicht, wie die identifizierten Erfolgsfaktoren in die Prozesse eines Wertschöpfungsnetzwerks integriert werden können.

Am Beispiel eines fiktiven Fahrradherstellernetzwerks wird durch einen Soll-Ist-Vergleich der Prozesse aufgezeigt, welche Vorteile sich daraus für KMU ergeben. Die Prozesse sind auf Basis des BPMN-Standards dargestellt, sodass die Veränderungen des Prozessablaufs sich visuell nachvollziehen lassen.

Die IT-Infrastruktur stellt einen dieser ausgewählten Erfolgsfaktoren dar. Im Rahmen des Simulationsszenarios liegt der Schwerpunkt auf dem Bestellprozess welcher im IST-Zustand von einem hohen Kommunikationsaufwand an den Unternehmensschnittstellen geprägt ist (siehe Abbildung 1). Dies kann zu Verzögerungen und Missverständnissen führen:

Im angestrebten SOLL-Zustand tragen unternehmensübergreifende IT-Systeme zu einer Automatisierung der Vorgänge an den Unternehmensschnittstellen und somit zur Effizienzsteigerung bei. Des Weiteren können kooperative Angebote geschaffen werden, wie beispielsweise die Rückverfolgung des Produktionsfortschritts für den Kunden:

Vergleichbare Betrachtungen werden im Simulationsszenario für die Erfolgsfaktoren der Modellierung und des Managements des Wertschöpfungsnetzwerks vorgenommen. Das komplette Simulationsszenario ist über den folgenden Link zugänglich.

Sie haben Fragen zu den Themen Werstchöpfungsnetzwerke und Prozessmanagement ? Dann kontaktieren Sie uns.

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